Kreis-SPD unterstützt Arbeitnehmervertreter des Universitätsherzzentrums Bad Krozingen

Veröffentlicht am 07.03.2020 in Pressemitteilungen

Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns mit der geplanten Verpachtung des Geschäftsbetriebs des Universitätsherzzentrums in Bad Krozingen an die Uniklinik Freiburg. Diese Verpachtung kann eine schlagkräftige Arbeitnehmervertretung vor Ort verhindern. Dazu haben wir jetzt die folgende Pressemitteilung herausgegeben.

Die Pläne zur Verpachtung des Geschäftsbetriebs des Universitätsherzzentrums (UHZ) in Bad Krozingen an die Uniklinik Freiburg (UKF) erwuchsen aus der Not. Aufgrund von jährlichen Defiziten und der drohenden Umsatzsteuerpflicht, erscheint die Zusammenlegung zwangsläufig. Hierzu die SPD Kreisvorsitzende Birte Könnecke: „Dass Kliniken in Deutschland aufgrund von Fallpauschalen, die dann auch noch permanent gesenkt werden, zu dauernden Effizienzsteigerungen gezwungen werden, kann nicht im Sinne der Patienten und einer menschenwürdigen Versorgung Schwerstkranker sein. Allein schon das Ansinnen, Gesundheitsversorgung müsse kostendeckend sein, ist absurd. Was kommt als nächstes? Die Schließung von Feuerwehren, weil sie nicht genug Brände gelöscht haben? Eine Gesellschaft sollte wissen, das Gesundheit und andere Daseinsvorsorge Geld kostet. Und dass dieses Geld gut investiert ist.“

Das UHZ ist einer der größten Arbeitgeber im Landkreis. Sein dauerhafter Erhalt ist für die Region von entscheidender Bedeutung. Da sich die politischen Grundstrukturen nicht schnell genug verändern lassen, wird bei einer faktischen Zusammenlegung darauf zu achten sein, dass der Standort in Bad Krozingen dauerhaft abgesichert werden muss. Hierfür ist es zwingend, dass das UHZ mit eigenen Strukturen zumindest als eigene Dienststelle oder wenigstens Außenstelle der UKF weiterbesteht. Auch für die Personalvertretung ist dies erforderlich. Ein 27köpfiger Personalrat, der in Freiburg seinen Sitz hat, kann neben den über 11.000 Mitarbeitern der Uniklinik unmöglich auch noch den Mitarbeitern am Standort Bad Krozingen gerecht werden. Hier ist ein eigener Personalrat vor Ort erforderlich. Betriebliche Mitbestimmung der Mitarbeiter ist kein Luxus, sondern ein wichtiges Instrument, um ein Unternehmen auch in Zukunft attraktiv und gut aufgestellt zu halten. Gerade in Zeiten von Personalknappheit und Konkurrenz um die besten Köpfe, wäre ein Verzicht darauf fatal. Die SPD Breisgau-Hochschwarzwald unterstützt und begrüßt die Anstrengungen des derzeit noch bestehenden Betriebsrates am Standort Bad Krozingen in diesem Sinne ausdrücklich.

 

Bildquelle: Herz-Zentrum Bad Krozingen, CC BY-SA 3.0

 

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