Umfrage: Wie viel Fleisch konsumierst du und wie kaufst du es?

Veröffentlicht am 13.07.2020 in Kreisverband

Der Covid-Skandal bei Tönnies hat die Missstände in der Branche wieder ans Licht gebracht. Arbeitsbedingungen und Tierwohl werden weitgehend missachtet.

Nach unserer (vielleicht nicht 100% repräsentativen) Umfrage, an der sich 279 Menschen beteiligten, dürfte es solche Skandale eigentlich gar nicht geben. Also müssen wir wohl daran arbeiten, dass das Ergebnis Realität wird.

Frage 1:  Wie ernährst Du Dich derzeit hauptsächlich? 

Immerhin, die Mehrheit isst mit 44% doch noch wenigstens ab und zu Fleisch. Jeweils 21% essen aber vegetarisch oder sogar vegan. Nur 15% beichten, dass sie viel Fleisch essen.

 

Frage 2: Wie kaufst du dein Fleisch ein?

Entsprechend der vielen Vegetarierer und Veganer kaufen 39% gar kein Fleisch. 45% kaufen selbstverständlich bewusst, regional, bio. Gut 14% gestehen, dass sie schon mal zu den Angeboten greifen und nur 2% kaufen das hauptsächlich. In den Kommentaren geben diese Menschen hauptsächlich Geldsorgen an.

 

Frage 3: Würdest du dein Kaufverhalten für mehr Tierwohl und bessere Arbeitsbedingungen ändern?

Bei dieser Frage waren Mehrfachantworten möglich. Wiederum die meisten Nennungen bekam die Option "Ich kaufe gar kein Fleisch" mit 27%. 21% würden immerhin 5 Euro je Kilo mehr bezahlen. 19% betonen, dass es der Konsument selbst in der Hand hat. Trotzdem sehen gut 14% den Gesetzgeber in der Pflicht, weil sie sich keine Gedanken machen möchten. Immerhin 9% würden auch 10 Euro aufs Kilo drauflegen und fast 4% sogar noch mehr. 5% bekennen sich zu einem Preis, der 1 Euro höher liegt. Nur etwas mehr als 1% zahlen freiwillig nicht mehr.

 

Über 90 Besucher machten von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Meinung in einem Kommentarfeld zu hinterlassen. Die Statements bestätigen und begründen so manches Abstimmungsverhalten. Wir haben die Kommentare in diesem Dokument zusammengestellt. Einen Kommentar haben wir gelöscht, da er zu offensichtlich Werbung war.

Sehen wir es positiv: Vielen Menschen liegen sowohl Tierwohl, wie auch anständige Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen am Herzen und sie würden daraus für ihr Konsum- und Essverhalten auch Konsequenzen ziehen oder tun dies bereits. Hoffen wir, dass es mehr werden.

Oswald Prucker

 

 

 

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